Presse, Die Katze auf dem heissen Blechdach

DNN, Tomas Petzold, 6.12.2010

„ Ersatzdroge Lüge - „Die Katze auf dem heissen Blechdach“ als exzellentes Kammerspiel im Kleinen Haus“
Sabine Auf der Heyde (…) rechnet natürlich nicht mit der Schockwirkung von einst. Ihr Blick ist ein bisschen distanziert und analytisch, doch sie hat viel Gespür für Pointen und die Doppelbödigkeit von Situationen, und nicht zuletzt dadurch bringt sie das Ringen um die Lösung des Konflikts auf die Höhe ihrer Zeit und ihrer Generation. (…) Ein mit kräftigen und trotzdem sensiblen Stricken gezeichnetes Kammerspiel, das den entsprechenden Beifall fand - das Schauspielertheater stirbt nicht aus.“​​​​​​​


Sächsische Zeitung, Rainer Kasselt, 6.12.2010

„ (…) Das Drama spielt in den 50er Jahren in den Südstaaten der USA. Dort siedelt es Regisseurin Sabine Auf der Heyde auch ästhetisch an. Sie zeigt die Familie als Lügenbabel und höllischen Sehnsuchtsort. Die Aufführung gewinnt mit dem Ausbrechen der Konflikte an Spannung. Zentrum des Abends ist die heftige Auseinandersetzung zwischen Big Daddy und seinem Liebling Brick. Sie schenken sich nichts, werfen sich schmerzliche Wahrheiten an den Kopf. Albrecht Goette ist als Big Daddy überragend, ein Machtmensch, keinen Widerspruch duldend, brutal gegen seine Frau, lüstern auf seine alten Tage. Und glücklich wie ein Kind, irriger-weise glaubend, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein. Matthias Reichwald spielt Brick: erloschen, kaum aufbegehrend, die Stille suchend. Eine starke Leistung.“